Reflexzonentherapie

Die Reflexzonentherapie basiert auf der Erkenntnis, dass sich verschiedene Organe, Körperteile und Funktionen in unterschiedlichen Körperarealen wiederfinden und hierüber gegenseitig beeinflussbar sind.

Die Herkunft der Reflexzonentherapie

Am bekanntesten sind hier die Ohrakupunktur, Fußreflexzonentherapie und die Bindegewebsmassage. Sie sind in ihrem Wesen vor allem evidenzbasierte, das heißt auf der Basis mehrfach wiederholter Erfahrung von Zusammenhängen, begründet. Die Zusammenhänge der Head`schen Zonen beispielsweise, wie wir sie bei der Bindegewebsmassage am Rücken vorfinden, erklären sich jedoch auch wissenschaftlich über die Entwicklungsbiologie des menschlichen Embryonen. Hier nämlich, wo sich im Laufe der Reifung der befruchteten Eizelle der sich stetig teilende und wachsenden Zellverband durch verschiedene Ausformungen und Einstülpungen in die verschiedenen „Keimblätter“ – Endoderm, Mesoderm und Ektoderm – entwickelt, liegt die Reflexzonentherapie begründet. Aus diesen Keimblättern entstehen später Atemwege, Gedärme und innere Organe – das Neuralrohr, später Gehirn und Nervensystem und Haut, sowie des weiteren Knochen und Sinnesorgane.

Die Wirkung der Reflexzonentherapie

Durch diese Verbindung der Keimblätter schon im frühen menschlichen Entwicklungsstadium erklärt sich die Möglichkeit der Beeinflussung der inneren Organe über beispielsweise die Haut und das unterliegende Bindegewebe (bspw. Schröpfkopfbehandlungen) auch im Erwachsenenalter. In jeder Zelle unseres Körpers ist im Erbgut, den Chromosomen, die vollständige Information unseres gesamten Körpers enthalten. So ist etwas größer auch im Ohr (oder anderswo) eines Menschen der ganze Körper abgebildet. Jahrhunderte lange Beobachtungen und Forschungen haben diese Zusammenhänge hinreichend bewiesen. All diesen Reflexzonentherapien ist gemeinsam, dass ihre Wirkung sehr unspezifisch ist. Sie wirken auf gestörte Organfunktionen im Wesentlichen ausgleichend und harmonisierend. Trotzdem haben sie in der Naturheilkunde einen nicht zu verachtenden Stellenwert.

Leider sind diese Therapieansätze durch die umgreifenden, Allmacht fordernden Medizinreformen der vergangenen Jahrzehnte mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Heilkundige, wie Dr. Sebastian Kneipp, Hildegard von Bingen, Hanne Marquardt, Paul Nogier, Paracelsus u. v. m. sind hier nur wenige große Namen.